Eigentlich bin ich schon längst über der Zeit, es sind schon beinahe 4/5 meines Austausches ‘rum und ich habe meinen 3. Quartalsbericht noch nicht verfasst.
Das möchte ich jetzt nachholen und werde die Zeit bis heute zusammenfassen, auch wenn ich damit das Quartal ein bisschen überschreite. (Mal abgesehen davon, dass es eh nie ein Jahresquartal war, da mein Austausch ja nur 9 Monate dauert.
)
Wie auch bei den 2 vorigen Berichten möchte ich das wichtigste, was in diesem Quartal passiert ist und worüber ich gebloggt habe, in einem kurzen Rückblick zusammenfassen.
Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse
Alles fing an mit dem erneuten Schulbeginn, der mit einem Schulwechsel auf eine technische Schule (ITC) verbunden war.
Den Schulwechsel habe ich gemacht, da ich mich auf der vorigen Schule immens gelangweilt habe, was permanente Müdigkeit hervorrief und mein Interesse nicht gerade steigerte. ![]()
Der Schulwechsel war eine geniale Entscheidung, auch wenn ich jetzt in der Schule immer ein bisschen überfordert bin, nicht auch zuletzt, weil ich 3 Wochen wegen meiner Reise in den Norden gefehlt habe.
Zwischendurch durfte ich mich noch darüber amüsieren, dass uns Telefon und Internet abgestellt wurde. (So dramatisch war es fü rmich dann nicht, da der Nachbar netterweise sein WLAN frei zugänglich gemacht hat.
)
Der erste April ging vorüber als wäre nichts gewesen. Dort hat mir netterweise ein argentinischer Leser auf die Sprünge geholfen und mich informiert, dass die meisten Argentinier vom 1. April noch nie etwas gehört haben, dafür aber der 28. Dezember für Scherze dieser Art herhalten muss. (Der Kelch scheint damals allerdings glücklicherweise an mir vorbeigegangen zu sein
)
Auch Ostern war für mich eine andere, wenn auch kurze Erfahrung. Eigentlich hatte ich nicht wirklich das Gefühl, dass an dem Tag das bedeutendste Fest der Christen war. An dem Tag vermisste ich doch ziemlich “mein deutsches” Ostern, was den Großteil der Jahre sogar mit einer Osternacht (Ich glaube, irgendwo um 6 Uhr morgens ‘rum) anfing.
Für alle, die sich für das Thema “Schüleraustausch” interessieren, habe ich hier noch eine Auswertung meiner kleinen Umfrage, die bei den Zahlen natürlich nicht repräsentativ, aber vielleicht trotzdem interessant sein kann.
Tja, und weiter ging es mit der:
Reise in den Norden
Die von Rotary organisierte, 3-wöchige Nordreise war für mich das Herzstück der letzten 3 Monate.
Die Stimmung war so gut wie auf einer Klassenfahrt, die Reise an sich natürlich aufregender als Berlin (auch wenn für die Argentinier Berlin vielleicht aufregender wäre.) und einfach genial.
Auch wenn sie nicht ganz günstig war und es am Anfang einige organisatorische Komplikationen mit Rotary / Rolling-Travel gab (mit der ersten Mail mit Informationen kam direkt die Aufforderung, sich innerhalb von 1,5 Tagen zu entscheiden und eine Anzahlung von umgerechnet ca. 120 € gemacht zu haben. Dass das gerade, wenn man mit einer ausländischen Kreditkarte ausgestattet, versucht, Geld abzuheben, nicht immer so leicht ist, ist vorhersehbar…)
Doch obwohl ich nicht einmal annähernd pünktlich zahlen konnte, lief alles glatt.
Die Reise an sich verlief glatt und ohne größere Komplikationen, auch die Rotary-Regeln (die eigentlich Alkohol komplett verbieten) wurden der Situation leicht angepasst.
Aber am Besten ihr lest euch bei Interesse einfach meine zur Reise verfassten Artikel durch:
- Argentinien – Nordreise I
- Argentinien – Nordreise II
- Nationalpark Talampaya
- Cataratas – Iguazú-Wasserfälle
- Argentinien – Tierwelt / Fotos
Die letzten Tage hat es mich jetzt doch erwischt und ich habe es geschafft, in Argentinien krank zu werden. Ich hoffe aber doch, dass es mir morgen wieder so gut geht, dass ich in die Schule gehen kann, auch wenn ich es ein bisschen bezweifel.
Fazit
Alles in allem war es vor allem auf Grund der Reise eine wirkliche schöne und erlebnisreiche Zeit.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.











24. Mai 2010 um 16:44
Sehr schöner Quartals-Bericht, lieber Tarik. So ein Schüleraustausch bringt schon einiges an Erfahrungen und Erlebnissen mit sich.
Das Du Dich auf der neuen Schule wohlfühlst, freut mich zu hören.
Liebe Pfingstspät-Grüße aus dem sonnigen Deutschland
und werde wieder schnell gesund, Erdbeere
24. Mai 2010 um 21:18
@Erdbeere: Gesund bin ich schon wieder.
Aber dafür heißt es jetzt, umzuziehen.
Ich lebe also quasi mit dem einen Fuß in der einen Wohnung und mit dem anderen Fuß in der anderen.
Ab Mittwoch war es das dann aber, dann bleibt nur noch die neue Wohnung, die wohl erst in einer Woche Internet bekommen wird.
Aber ich denke, hier gibt es schon ein Café mit WiFi.
Ansonsten neigt sich aber auch schon alles schneller als man denkt, dem Ende.
Mein Vater kümmert sich gerade um die Flugtermine, bevor ich fliege, kann ich eine Woche in Buenos Aires bei meinem 1. Gastbruder bleiben, sodass man das von der Zeit, die ich noch hier unten in Cinco Saltos bin, auch abziehen muss.
In gut einem Monat gibt es also noch eine kurze Reise in Argentiniens Hauptstadt und dann heißt es auch schon wieder nach Hause fliegen.
Die Gefühle sind natürlich gemischt, aber darüber schreibe ich vielleicht einmal in ein paar Wochen, wenn dann die Aufbruchsstimmung aufkommt und plötzlich alles auf der Kippe steht.
24. Mai 2010 um 21:55
Die Zeit vergeht meistens viel zu rasch. Nur in wenigsten Fällen ist das wohl erwünscht
Ich freue mich darauf, wieder von Dir zu hören.
Bis dahin, liebe Grüße