Am Dienstag habe ich den frühen Nachmittag dazu genutzt, noch einmal zur Plaza de Mayo zu gehen, da dort die Catedral Metropolitana steht.
Sieht ja schon von außen nicht schlecht aus, ich hatte ja bereits am Montag ein Foto davon gemacht, damals hatte ich es jedoch nicht für nötig gehalten, hineinzugehen.
Doch im Internet las ich dann, dass in dieser Kathedrale (die nicht einmal einen Turm hat
) die Gebeine von San Martin, dem großen Befreier Südamerikas, nachdem in jeder argentinischen Stadt und in jedem argentinischen Dorf zumindest eine Plaza nach benannt ist, liegen.
Zu Fuß bin ich also die paar Blocks gegangen, die vom Congreso Nacional, an dessen Plaza mein Appartement liegt, bis zur Plaza de Mayo durchaus zu Fuß zu bewältigen sind.
Dort angekommen, betrat ich dann dieses für eine Kirche zumindest in meinen Augen etwas seltsam anmutende Gebäude.
Dass die Kirche von innen dann doch so schön aussieht, hätte ich nicht gedacht, auch wenn es nicht an die Kirchen in Salta herankam.
Auf dem Foto sieht man dann das Mausoleum von San Martin, die Garde sieht auch nicht schlecht aus, auch wenn die Uniform wohl keine Chance gegen die der Bodyguards des Vatikans (im Volksmund auch “Schweizer Garde” genannt) hat.
Obelisk – 9 de Julio
Danach habe ich noch schnell die Zeit genutzt, um ein Foto des Obelisken (soweit ich weiß handelt es sich dabei sogar um das Wahrzeichen der Stadt Buenos Aires) zu schießen.
Der Obelisk befindet sich auf der Straße 9 de Julio, die nicht mehr und nicht weniger als 10 Spuren hat.
Und mit 10 Spuren meine ich 10 Spuren für jede Richtung.
Am ersten Tag, als ich die Tour mit dem Bus gemacht habe, hatte ich glatt noch ein bisschen Angst mich in Buenos Aires zu verlaufen, mittlerweile bin ich sogar schon einmal mit der “Subte” gefahren, der argentinischen U-Bahn, die die älteste U-Bahn Südamerikas und der südlichen Halbkugel ist.
Meiner Meinung nach ist der Obelisk jetzt aber nun auch wieder nicht so interessant, als dass es sich lohnen würde, mehr als ein oder zwei Fotos davon zu machen und wieder umzukehren, sodass ich genau das tat.
Recoleta und Hardrock Cafe
Gegen Abend bin ich dann mit meinem Gastbruder in das Stadtviertel Recoleta gefahren, in dem ein sehr bekannter Friedhof (“Cementerio de Recoleta“) liegt.
Dummerweise war dieser aber (vermutlich wegen der Renovierungsarbeiten) geschlossen, sodass es mit einem Friedhofsbesuch bei Einbruch der Dämmerung nichts mehr wurde. ![]()
Auch die Ausstellung “Prohibido No Tocar”, deren Beschreibung meines Bruders mich ein bisschen an die “Phänomenta” in Deutschland erinnerte, war leider auch auf Grund der fortgeschrittenen Stunde nicht mehr geöffnet, sodass wir zumindest der nebenan gelegenen Kirche einen Besuch für ein paar Fotos abstatteten.
Hard Rock Cafe
Am Ende sind wir dann noch auf ein Bier ins Hard Rock Cafe gegangen.
(Ja, laut Rotary ist Alkohol komplett untersagt, ich denke, diese Regel kann man aber in Argentinien gar nicht erfüllen; davon mal ganz abgesehen ist mein Aufenthalt in Buenos Aires schon nicht ganz regelkonform
)
Das Bier war auf jeden Fall gut, erst Recht, da es das erste Mal war, dass ich in Argentinien Bier vom Fass getrunken habe, ansonsten bekommt man hier eigentlich nur Flaschenbier. (Zumindest Dosenbier scheint nicht allzu bekannt zu sein
)
Das Foto zeigt wohl das Highlight des Cafes:
Ein Fenster im Kirchenfenster-Style der Rolling Stones.
Hier in Argentinien sind die Rolling Stones eine Legende, dass sie mir nicht gefallen, hat mir hier in Argentinien schon mehrere komische Blicke und dumme Kommentare eingebracht.
Beendet habe ich dann den Tag Playstation spielend mit meinen 2 Gastbrüdern. (Eine gefälschte Version von PES; Videospiele kennt man hier als Original so gut wie gar nicht)
Und auch wenn ich ungefähr so gespielt habe wie Deutschland gegen Spanien, war es dennoch ganz lustig und amüsant.
Und Nein: Es lag nicht am Bier!










