Jul
08

Hafen von Buenos Aires – Puerto Madero

Nach der unglaublichen Niederlage Deutschlands gegen Spanien, dessen Spiel mir doch glatt den Nachmittag geraubt hat (wenn ich gewusst hätte, dass es so ein langweiliges Spiel werden würde, hätte ich es gar nicht erst gesehen…), dachte ich mir, bevor ich den ganzen Tag nichts von Buenos Aires gesehen habe, statte ich dem “Puerto Madero” doch einmal einen Besuch ab.

Mein genaues Ziel war ein als Museum fungierendes Schiff, die “Fragata Presidente Sarmiento“.

Da das Spiel aber immerhin bis halb 5 andauerte, wurde es mittlerweile auch schon langsam dunkel. (Hier in Buenos Aires ist ja auch gerade Winter, auch wenn das Wort Winter hier nicht mit Schnee verbunden wird.)

Mit der U-Bahn (“Subte” genannt) bin ich dann von der Plaza de Lorea zur Plaza de Mayo gefahren. Die U-Bahn von Buenos Aires ist genial, die Waggons sind zu großen Teilen aus Holz, die Fenster lassen sich komplett öffnen. (In Deutschland soweit ich weiß doch allein schon aus Sicherheitsgründen unvorstellbar?)

Fragata Presidente Sarmiento – Museum

Als es dann auch schon ziemlich dunkel war, betrat ich dann die Fragata Presidente Sarmiento, was mich etwa 0,50 € Eintritt kostete.
Der Drei-Master hat eine Länge von 85,5 Metern und wurde wohl 1896 fertiggestellt, wobei die meisten Fotos und Texte Daten wie 1910 beinhalteten, da muss wohl die bedeutendste Fahrt des Schiffs gewesen sein. (Ich hatte keine große Lust, mir ellenlange, spanische Texte durchzulesen ;) )

Während an Deck das Schiff beinahe unberührt war und nicht viele nervige Aufsteller beinhaltete, die normalerweise jedes gute Foto kaputt machen, waren die Räume unter Deck mit Vitrinen und Aufstellern zur Geschichte gefüllt.

Wie jetzt ein Samurai-Helm bis auf ein argentinisches Schiff kommt, weiß ich auch nicht, zum Nachfragen war ich auch zu faul, es war aber trotzdem ganz eindrucksvoll. :)

Das Bild zeigt eine Koje unter Deck, leider war der Großteil der Räume unzugänglich.
Trotzdem war es auf jeden Fall lohnenswert, dem Schiff einen Besuch abzustatten.

Auf dem Rückweg habe ich mich dann aber glatt ein bisschen paranoid gefühlt, aber vielleicht ist es auch nicht ganz so vorbildlich, alleine abends durch Buenos Aires zu laufen. Aber gut, auch wenn nicht viel los war, waren doch immer genug Leute in Sicht. :)
Außerdem soll Buenos Aires nicht viel gefährlicher als der Großteil der europäischen Städte sein. ;)

Social Bookmarks: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • del.icio.us
  • Linkarena
  • Alltagz
  • Google Bookmarks
  • Oneview
  • Folkd
  • Wikio DE
  • Technorati

7 Kommentare

  1. Die U-Bahnen sind aus Holz? Das ist ja mal krass…die Bilder gefallen mir sehr gut!

  2. Die beiden Bilder am Ende des Artikels verdienen einen Preis. Und der Beitrag ist echt super. Vielen Dank!

  3. Klasse Bilder. Mir gefällt vorallem der Hafen bei Nacht. Ich mag Nachtbilder generell sehr gerne. Sie bieten viel Raum für eigene Interpretation und für den Einsatz von Stilelementen. Auch gut würde das Bild, denke ich, mit einem HDR-Effekt aussehen. Dann würden die Farben der Lichter noch besser zu Geltung kommen.

  4. Schön, dass euch die Bilder gefallen!

    Auch wenn Nachtbilder generell sehr schön sind, sind sie auch nicht gerade leicht.
    Ohne Stativ verwackeln die Aufnahmen unglaublich schnell und da ich weder ein Stativ habe, noch damit durch Buenos Aires laufen wollte, war das das größte Problem. ;)

  5. Starke Fotos! Bin ein absoluter Fan von Segelschiffen – dieses historische Schiff ist bestimmt der Hammer, hätt ich auch gern besichtigt, hatte aber leider keine Zeit bei meinem Besuch in Buenos Aires :(

  6. Argentinien ist mir sehr sympathisch. Ein Land das den Mumm hatte einen Staatsbankrott einzuräumen, statt weiter Wucher zu betreiben. Das sollte sich unser Land zum Vorbild nehmen. Man sieht dass man deswegen als Land auch nicht von der Weltkarte verschwindet. Außerdem soll Buenos Aires was die Kriminalität angeht relativ sicher sein. Ganz anders als Rio in Brasilien z.B.!

  7. Sehr gute Fotos und ich muss Maria recht geben – es gehört viel Mut dazu den Bankrott einzuräumen anstatt sicher immer weiter drauf los zu verschulden. Aber ich denke da haben wir kein Stimmrecht :-/

Schreibe einen Kommentar: